Dienstag, 26. April 2016

Und noch ein Geschenk...

...Im März und April tritt eine gefährliche Häufung von Geburtstagen in meiner Familie und meinem Freundeskreis auf. Gefährlich deshalb, weil ich ja gerne Selbstgemachtes verschenke.
Und so hat sich meine Freundin von mir zum Geburtstag ein Portemonnaie gewünscht. Ich hatte mir auch schon mal eines genäht und sie hat mir anhand dessen ihre Wünsche gezeigt. Das Schnittmuster Wildspitz diente mir als Grundlage, ich habe es dann ihren Wünschen entsprechend angepasst.



Es hat Spaß gemacht, mal wieder ein Portemonnai zu nähen - vielleicht sollte ich mir auch mal ein neues zulegen...;)

Dann werde ich jetzt mal beim Creadienstag stöbern, was sich andere so haben einfallen lassen. 

Freitag, 22. April 2016

Vorsatz 2016 - erstes Resümee...

Also, für das kommende Jahr habe ich mir besonders vorgenommen, keine Kleidung mehr zu kaufen (ausgenommen sind Unterwäsche, Socken und Strumpfhosen - diese werde ich dann allerdings in Bio-Qualität und fair hergestellt kaufen und nur dann, wenn ich mir wirklich sicher bin, dass ich sie brauche). Schuhe (wenn ich denn Ersatz benötige), werden dann auch entweder bio + fair produziert gekauft oder secondhand. 

Mein Vorsatz für dieses Jahr in Bezug auf Kleidung bzw. den Konsum von Kleidung. Die ersten vier Monate des Jahres sind (fast) herum, also möchte ich mal eine erste Zwischenbilanz ziehen.

Hier ist sie: Ist gar nicht so einfach. ;)
Es ist gar nicht so einfach, sein bisheriges Verhalten zu ändern, Gewohnheiten abzulegen, Mechanismen zu durchschauen. Es ist gar nicht so einfach, den Versuchungen zu widerstehen. Es ist gar nicht so einfach, nicht dem Herdentrieb zu folgen.

Und so habe ich auch bereits in den ersten Monaten "gesündigt":
Eine einfache Regenjacke habe ich gekauft, so eine für den Sommer. Fehlte in meiner Garderobe, ist mir über den Weg gelaufen, da wurde sie gekauft. Von der Stange. Hm...
Eine Latzhose - mein Traum seit ein paar Monaten. Eigentlich hatte ich vor, mir eine zu nähen. Schnittmuster liegt hier schon eine Weile. Aber ich war mir nicht sicher, ob meine Nähmaschine und ich das schaffen würden. Dann sah ich eine beim Kleiderkreisel, genauso eine wie erträumt. Also habe ich zugeschlagen. Secondhand - schonmal besser...
Und dann war ich frustriert. Ich trage Longsleeves, ständig, fast das ganze Jahr über. Am liebsten die aus einem dünneren Jersey, wo ich auch noch gut etwas drüber ziehen kann. Ich weiß nicht, wie oft ich mir schon Longsleeves genäht habe, aber nie war eines so, wie ich sie am liebsten trage. Vor allem am Stoff scheiterten meine Versuche. Und wieder ging ein Versuch daneben, ich brauchte aber Ersatz für zwei kaputt-getragene Shirts und so kaufte ich welche. Immerhin fairtrade und bio. 



Also, ich habe bisher noch nicht so richtig gut meinen Vorsatz eingehalten, aber bislang halten sich meine Fehltritte beim Einkaufen von Kleidung in Grenzen, finde ich. Noch ist es recht wenig, es sind Dinge gekauft worden, die Sinn machen (oder heiß ersehnt waren ;) ), und wenigstens zum Teil in bio & co. 

Mich vom Stoffeinkauf abzuhalten war tatsächlich noch schwieriger. Naja, in den letzten 2-3 Jahren habe ich ja nach und nach versucht, weniger Kleidung zu kaufen und mehr selber zu nähen. Also hatte ich quasi immer eine Ausrede für den Stoffkauf. Tatsächlich habe ich es auch immer häufiger geschafft, nicht mehr sinnlos einfach Stoffe einzukaufen, die ich schön finde, sondern nur solche, zu denen ich einen Plan habe.
Tja, dann beginnt das neue Jahr, der Vorsatz wird gefasst, es liegt noch ein Haufen Stoff mit entsprechenden Nähplänen herum - und trotzdem habe ich weiter Stoff gekauft. *grmpf* 

Mich haben die Themen "Konsum/ Kleidung/ Nähen" (auch im Zusammenhang untereinander) auf jeden Fall sehr beschäftigt in den letzten Wochen und mir ging es da ähnlich wie Frau Jule. Immer wieder habe ich mich in Gedanken selbst kritisiert. Mache ich wirklich genug? Ich könnte es doch besser machen, mehr schaffen, mehr reduzieren - die Welt retten und so. Ich war irgendwie ein wenig wütend auf mich - da beschäftige ich mich nun schon so lange mit diesen Themen und versuche ebenso lange schon mein Verhalten umzustellen, und dann läuft es immer noch nicht!

Mittlerweile habe ich mich wieder mit mir versöhnt. (Ich versuche mich darin zu üben, mit mir so umzugehen, wie ich mit anderen Menschen auch umgehen würde...) Aller Anfang ist schwer, oder so. Jeder kleine Schritt ist ein Anfang, oder so. Und ich merke, dass ich im Moment auch sehr viel Energie aus diesem Prozess gewinne. Ich habe gerade so richtig viel Lust, nicht nur meinen Stoffstapel abzuarbeiten, sondern auch vieles andere selber zu machen. Dabei geht es weniger darum, Kleidung für mich zu nähen, sondern vor allem, ausrangierte Shirts & Co zu Kinderkleidung umzunähen oder Dinge für unser Haus zu nähen (die Sitzkissen brauchen neue Bezüge...!). Ich habe das Gefühl, dass ich die Lust am Nähen gerade auch gut dorthin kanalisieren kann. 


Und: Es muss ja nicht immer nur Nähen sein! Ich habe ja den großen Schritt gewagt und mir mal zeigen lassen, wie das mit dem Stricken so geht. Ich kann zwar noch kein Strickstück selbst beginnen oder beenden, aber (linke und rechte) Maschen stricken kann ich schon. Mein Traum ist es, mir selber Pullis stricken zu können... irgendwann!
Gekaufte Lieblingsstücke wollen geschmückt und "personalisiert" werden.
Dann habe ich ja jetzt auch das Nadelfilzen für mich entdeckt. 
Außerdem warten noch mindestens drei Patchworkdecken darauf genäht zu werden.
Und unser Garten sollte auch mal so langsam aus seinem Dornröschen-Schlaf geweckt werden, Beete angelegt und gepflegt, Dinge gebaut werden...



Ihr seht also, es gibt viel zu tun! Und ich habe das Gefühl, dass es mir in diesem Jahr ganz gut gelingen wird, meinen Vorsatz umzusetzen. Und "ganz gut" reicht dann auch erstmal. Nächstes Jahr wird es dann bestimmt besser, dann habe ich ja schon Übung. :)

Mittwoch, 20. April 2016

Jogging-/Sweat-/Dings-Hose...

...Es ist nicht immer einfach für mich Kleidung zu finden, die ich bei der Arbeit tragen mag. Als Erzieherin in der Krippe bin ich viel in Bewegung, sitze mit den Kindern auf dem Boden, tobe und kuschel mit ihnen, werde bekleckert und beschnoddert - meine Klamotten müssen also einiges aushalten. Und ich muss mich unbedingt in ihnen wohlfühlen! Gleichzeitig bin ich aber leider auch so geboren, dass ich mir Gedanken darum mache, wie ich auf andere Menschen wirke. Kann ich nicht abschalten. Würde ich gerne, geht aber nicht. Also möchte ich meinem Herzenswunsch - in T-Shirt und Pyjamahose zu arbeiten - nicht nachgeben. Auf Eltern, Kollegen und Vorgesetzte muss ich wenigstens einen halbwegs seriösen Eindruck machen.

Da kommt es mir natürlich sehr gelegen, dass Jogginghosen Sweatpants mittlerweile auch Straßen- und Büro-tauglich erklärt worden sind. Ein Träumchen wird wahr, was meine Arbeitskleidung angeht. :)

Und es kommt noch besser: Vor ein paar Wochen bekam ich von einer Freundin einen Schnitt für eine ebensolche Hose geschenkt (sie hatte sich vermessen und daher die falsche Größe bestellt - Glück für mich).
Damit die Hose wie eine super-trendige Sweatpants und keine banale Jogginghose aussieht habe ich keinen grauen Sweatstoff, sondern einen schwarz-weiß-melierten Stricksweat vernäht.

Und so sieht das gute Stück schlußendlich aus:




  

Schnitt und Stoff: Stoff&Stil

Am Schnitt habe ich die Taschen und die Bündchen geändert - ich wollte einfache Eingrifftaschen haben und statt aus dem gleichen melierten Stoff habe ich lieber Rippstrick-Bündchen genommen. Ansonsten gefällt mir der Schnitt aber recht gut. Und soooo bequem ist die Hose! Und ich hoffe, auch wirklich arbeitstauglich. ;)

Mal sehen, was die anderen TeilnehmerInnen beim MeMadeMittwoch so zeigen - vielleicht geht es ja auch um arbeitstaugliche Kleidung...

Dienstag, 19. April 2016

Eine Tasche als Geschenk...

...Meine Schwägerin ist gerade zum zweiten Mal Mama geworden und hatte Geburtstag. Sie hat sich von mir eine Tasche gewünscht, die sie als Wickeltasche und später auch für die Arbeit nutzen kann. Sie sollte so groß sein, dass ein Aktenordner hineinpasst, einen verstellbaren Träger, mehrere Außen- und Innentaschen haben und keinen Deckel zum Zuklappen. Den Außenstoff hatte sie mir mitgegeben, den Innenstoff habe ich dazu passend ausgesucht.

Also habe ich mich ans Werk gemacht und herausgekommen ist folgendes:




Für die Außenseite habe ich versucht, die Schnittteile so zu platzieren, dass die Motive auf dem Stoff gut zur Geltung kommen.


Es war das erste Mal, dass ich so einen "eingelassenen" Reißverschluß in eine Tasche habe. Und da ich keinen Schnitt hatte, an den ich mich halten konnte, musste ich mir ein wenig das Hirn zermatern. Aber, es hat geklappt! :)


Die Innentasche ist aus dem tollen Apfelstoff von Frau Tulpe in passendem Grün. Die Taschen habe ich aus dem Außenstoff genäht. Außerdem habe ich noch ein Band mit Karabiner eingenäht, wo z.B. der Schlüssel angehängt werden kann.

Obwohl nicht alles ganz glatt lief hat es mir doch Spaß gemacht, diese Tasche zu nähen. Und meine Schwägerin hat sich auch sehr gefreut. 

Und ab damit zum Creadienstag!

Sonntag, 17. April 2016

7-Sachen-Sonntag...

Immer wieder (mal) Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Eine Idee von Frau Liebe. Gesammelt wird von Anita .

Heute morgen startete ich voller Elan und dachte deshalb, ich könnte ja mal wieder bei den 7 Sachen mitmachen. Klappte auch erstmal ganz gut...

Kuchen zum Frühstück ist doch ein wunderbarer Start in den Tag.

 Danach konnte ich mich dann auch mit Schwung dem 
Staubsaugen widmen. 

Dann ab an die Nähmaschine,
unter anderem wurde in pink und blau genäht. 

Einem geschenkten Schnitt schaut man nicht ins Maul -
oder so. Also will ich ihn mal ausprobieren. Heute Vormittag
habe ich erstmal den Schnitt auf meine Maße überprüft, heute Abend wollte ich dann eigentlich nähen... 

 
Dann war mal ein kleines Päuschen dran.

Anschließend ging es zur Familienfeier aufs Schloß.

Irgendwann machte ich dann eine falsche Bewegung und klemmte
mir ganz fies einen Nerv in der Nackengegend ein.
Damit war der Abend an der Nähmaschine dann hin... 

Von meinem Neffen habe ich ein bisschen Lektüre 
ausgeliehen bekommen - zum Glück.
Damit mache ich es mir dann jetzt mit Heizkissen
im Nacken auf dem Sofa bequem.


So, ich hoffe, ihr habt auch noch einen netten Abend! Drückt mir die Daumen, dass der Nerv bald wieder frei schwingen kann!

Donnerstag, 14. April 2016

Handmadekopfbedeckung...

...Ich durfte feststellen: Eine Mütze zu nähen ist nicht so schwierig, wie sich mit besagter Mütze selbst zu fotografieren. ;)

Ich habe zufällig ein ebook entdeckt - und war sofort schockverliebt, habe es gekauft, runtergeladen, ausgedruckt, genäht. Und bin nun auch in das Ergebnis total verliebt.


Dies ist das erste Exemplar, welches ich genäht habe. Aus moos-/lime-grünem Feincord. Ich finde die Mütze super, leider war ich beim Nähen zu schnell, habe nicht sauber angepasst und nun ist sie mir doch ein kleines bisschen zu eng.

Darum habe ich mich am nächsten Tag gleich nochmal ans Werk gemacht. 


Diesmal aus schwarzem, gut abgelagerten Breitcord (und deshalb auch nicht gerade einfach zu fotografieren...), das Futter ist ein Rest von einem Biostöffchen von Stoff&Stil mit grauen und hellgelben Tropfen und einer fast satin-artigen Haptik.


Oh, und auch diese Mütze wird geliebt - und getragen! :)
Wie gesagt, nicht einfach, so eine Mütze in getragenem Zustand mit Selbstauslöser zu fotografieren. Deshalb habe ich es mehrmals versucht - und hoffe, ihr könnt euch nun ein gutes Bild machen von meiner neuen Lieblingsmütze: 




(Und mit meinem heutigen Outfit erfülle ich übrigens äußerst gerne das Klischee einer Latzhosen-tragenden öko-feministischen Erzieherin. :D )



Ach ja, natürlich: Das Schnittmuster ist Käpt´n Kukka von Rabaukowitsch - nicht nur für Kinder! ;)

Und weil heute Donnerstag ist geht´s ab mit ihr in die RUMS-Sammlung.


Montag, 11. April 2016

Shirtverlängerung...

...Im letzten Jahr habe ich von meinem Mann ein (nicht von ihm) handbedrucktes Shirt geschenkt bekommen. Leider lief es direkt bei der ersten Wäsche ein, zwar nur in der Länge, aber dadurch ist es für trotzdem untragbar geworden - aus dem Alter für bauchfreie Kleidung bin ich raus und ich trage lieber Hüft- als High-Waist-Hosen.

Den Druck finde ich aber so schön, dass ich das Shirt nicht weggeben wollte. Also lag das Shirt seit fast einem Jahr in meinem Regal und wartete auf eine Eingebung. Eigentlich hatte ich überlegt, etwas ganz anderes daraus zu nähen, vielleicht eine Tasche oder so.

Als es mir heute aber zufällig in die Hände fiel, dachte ich, dass ich es eigentlich lieber als Shirt tragen möchte - wieso eigentlich nicht das Shirt verlängern? Gedacht getan: Kurz in meiner Stoffsammlung wühlen, einen passenden Jerseyrest greifen, messen, schneiden, nähen - und in maximal 15 Minuten war ich fertig! 

Und so ist es jetzt endlich wieder tragbar für mich:



Gute 10 Zentimeter Länge haben gefehlt, nun sind sie ersetzt. Und ich habe einfach nochmal über die untere Saumnaht genäht.


Das ergänzende Stoffstück habe ich ungesäumt gelassen, es rollt sich nun schön ein.

Und hier könnt ihr den schönen Druck nochmal besser sehen: 


Tja, manchmal kann es so einfach sein...! 
 *Schlagmitderflachenhandandiestirn* :D  

Dienstag, 29. März 2016

Ein Oster-Nachtrag...

...Ja, Ostern ist vorbei - ich muss euch trotzdem noch fix einen Hasen vorstellen. ;)
Er ist am Osterwochenende entstanden - die entspannten, freien Tage wollten ja genutzt werden. 
Ich habe ja schon öfter nass gefilzt, habe mich aber bislang an das Nadelfilzen nicht heran getraut. Als ich dann bei dawanda ein Buch mit Anleitungen und die dazugehörigen Augen entdeckt habe, war es dann endlich soweit! Und ich bin mit meinem ersten Ergebnis recht zufrieden:



Mal sehen, welches Tier mit dann als nächstes von der Nadel hüpft. :D

Und ab mit dem Hasen zum Creadienstag - vielleicht gibt es dort ja auch noch andere Oster-Nachzügler...