Mittwoch, 1. Juli 2015

Sommerhitze...

...Ein wenig von der sommerlichen Hitze gelähmt komme ich erst jetzt dazu, meinen heutigen Beitrag zum MeMadeMittwoch zu schreiben - aber  es ist ja noch Mittwoch. ;)

Passend zu der erstaunlicherweise exakten Wettervorhersage habe ich mir letzte Woche ein Sommerkleid genäht: Ohne Ärmel, aus relativ dünnem Jersey, ohne Firlefanz - einfach und bequem und genau das Richtige bei den derzeitigen Temperaturen.

(Bevor Fragen auftauchen: Ja, im mag den Sommer. Aber meiner Meinung nach reichen 25°C und ein laues Lüftchen völlig aus. Alles darüber bereitet mir Kopfschmerzen oder ähnliches. Ja, ich weiß, ich bin ein Weichei. Aber so sieht es aus! Und ich ertrage es ja auch und versuche nicht allzu sehr zu meckern, ist ja schließlich Sommer. ;) )






Oben ein Tank-Top-Schnitt, nach unten leicht ausgestellt, an Hals und Schultern mit passendem petrolfarbenen Jersey gesäumt. Und unten habe ich zum ersten Mal die Rollsaumfunktion meiner Overlock ausprobiert - und bin zufrieden!

Schnitt: selbst erstellt
Stoff: Streifen von Lillestoff,
Uni-Jersey von Frau Tulpe

So, und jetzt lasse ich mich mal beim MeMadeMittwoch inspirieren, wie frau sich bei dieser Hitze noch so kleiden kann. ;)

Dienstag, 30. Juni 2015

PuppenMITmacherei Teil I...

...Die Naturmama ruft zur PuppenMITmacherei auf - und nach kurzem Überlegen und einem Blick auf den vorgeschlagenen Zeitplan habe ich mich entschlossen, ihrem Ruf zu folgen.

Und dann fiel mir siedeheiß ein, dass ich die erste und bisher einzige Puppe, die ich im Frühjahr für eine meiner Nichten genäht habe, hier ja noch gar nicht gezeigt habe! Das werde ich nun erstmal nachholen.

Ich habe nach der Anleitung dieses Buches gearbeitet:



...und bin ganz gut damit zurecht gekommen. Das Formen des Kopfes und das Zusammennähen der Schultern bzw. Kopf an Schultern fand ich am kniffeligsten.


Naja, und das Gestalten des Gesichtes natürlich. ;)


Und als ich die Haare am Kopf angebracht hatte, stand auch der Name der Puppe fest: Leonie heißt sie nun (mit dieser Mähne war der Name irgendwie unausweichlich).


Sie trägt ein rot-gestreiftes Shirt mit Jeanstunika oben drüber (beides mit Klettverschluss im Rücken zu schließen) und eine rot-gestreifte Leggings. Die Stoffe sind jeweils Reste von anderen Nähprojekten.



Nach einem eher zögerlichen Start ist die neue Puppenbesitzerin nun aber ziemlich begeistert von Leonie - sie muss auch beim Essen dabei sein und wird auch gefüttert. ;) 



Und nun wieder zur PuppenMITmacherei: Ich habe große Lust, eine weitere Puppe zu nähen, allerdings weiß ich noch nicht genau, welche und für wen. Kinder habe ich in meinem Umfeld eine Menge, da wird sich schon jemand finden. ;)

Ich werde auf jeden Fall eine Puppe im Waldorfstil nähen, aber ich überlege, ob es nochmal so eine große werden soll, oder vielleicht auch erstmal ein Schmusepüppchen? Die finde ich nämlich auch sehr schön.

Bis zum nächsten Treffen bleibt mir ja auf jeden Fall noch ein wenig Zeit zum Überlegen. :)

Und Leonie stellt sich nun auch noch mal beim Creadienstag vor.

Sonntag, 28. Juni 2015

Sommer ist...

...wenn die Wäsche draußen trocknet...


...und ich versuche mich mit trendigen Hüten ;) gegen zu viel Sonne auf dem Kopf zu schützen.


Montag, 22. Juni 2015

Rückblick: Island...

...Vor genau einem Jahr war ich mit einer Freundin zu einem relativ spontanen Kurzurlaub auf Island. Der ausführliche Bericht ist leider dem Fotodesaster im August zum Opfer gefallen. Da ich aber immer wieder an diese schönen Tage in diesem wunderbaren Land denken muss (und ich fast schon so etwas wie Sehnsucht verspüre), möchte ich hier nochmal ein paar Bilder zeigen... oder auch ein paar mehr. ;)


Genächtigt haben wir im bunten Reykjavik.

Der allgegenwärtige Esja.

Streetart gab´s auch überall zu entdecken.

Und heiße Quellen gibt es sogar mitten in der Stadt.

Sólfar


Eine very special Deko hat das Cafe Babalú auf der Toilette.

Hallgrìmskirkja

Von Reykjavik aus haben wir zwei Bustouren zu typischen Touristenzielen gemacht - nicht meine Idealvorstellung von Urlaub, aber da wir nur vier Tage Zeit hatten haben wir so ganz wunderbar einen ersten Einblick ins Land bekommen.

Als erstes ging es die Südküste entlang zur Gletscherlagune Jokulsarlon, dort gab es eine kleine Bootstour zwischen den Eisbrocken hindurch.

Skogafoss


Der erste Gletscher in Sichtweite. 
Am Jokulsarlon.


Echtes jahrhundertealtes Gletschereis.



Seljalandsfoss




 Die zweite Bustour war der Golden Circle, bei der man einige "klassische" Sehenswürdigkeiten Islands abfährt.

Hochland mit Thermalquellen.


Eindrucksvolles Thingvellir.

Glückliche Antje. ;)

In Thingvellir kann man sehen, wie zwei
Kontinentalplatten aufeinander treffen.



Gullfoss

Der Große Geysir 
Geysir Strokkur



Hach ja...! Ich will auf jeden Fall bald nochmal nach Island!!! :)


Mittwoch, 17. Juni 2015

Ein Sommertop...

...Auf Pinterest findet man ja immer wieder Bilder, die einen sofort begeistern - also, mir geht es zumindest so. ;) 
So war es auch, als ich dieses Bild zum ersten Mal gesehen hatte: "Ich will auch so ein Top!" war mein Gedanke.
Also stöberte ich herum und fand schließlich den Link zum Tessuti-Shop und dort zum Schnittmuster des Alice Top

Und wie es dann manchmal so ist lag das Schnittmuster (immerhin schon ausgedruckt) noch eine Weile hier herum. Dann tat sich ein Zeitfenster auf, in dem ich Zeit zum Nähen hatte und ich unbedingt diesen Schnitt ausprobieren wollte. Für die gestreifte Version hatte ich nicht den passenden Stoff da, aber ich habe mich von dieser Version inspirieren lassen. Und herausgekommen ist folgendes:





Der Schnitt gefällt mir sehr, dass Top sitzt, ohne dass ich etwas ändern musste. Die Stoffauswahl ist allerdings nicht ideal. Der schwarze Baumwollstoff (von Stoff&Stil) ist etwas zu fest und fällt deshalb nicht so schön. (Den bunten Streifenstoff habe ich mal von meiner Schwester bekommen und kann daher keine Quelle angeben.)

Auf jeden Fall wird dies nicht das letzte Alice Top für mich gewesen sein - ich suche jetzt mal nach dem richtigen Stoff. ;)

Und weitere selbstgenähte Kleidung findet ihr wie immer beim MeMadeMittwoch!

Sonntag, 14. Juni 2015

Grundsätzliches...

...In den letzten Jahren hat sich bei mir einiges getan. Ich war genervt von meinen Klamotten, weil ich soviele besaß die mir eigentlich nicht richtig gefielen; weil ich das Gefühl hatte, meine Kleidung drücke nicht wirklich aus, was ich mit meiner Kleidung ausdrücken möchte; ich war mir nicht sicher, ob mir das, was ich trug, auch steht; ich spürte außerdem den Druck, mich bei der Arbeit in einer bestimmte Art und Weise kleiden zu müssen.


Ich begann, meinen Kleiderschrank auszumisten, immer wieder, Stück für Stück. Ich probierte neue Kleidungsstücke aus, ich studierte verschiedene Beiträge im Internet und schließlich begann ich für mich selbst Kleidung zu nähen. Zunächst zaghaft, aber spätestens seit ich die Overlock besitze immer mehr.

Nach und nach entwickelte ich auch ein besseres Körpergefühl. In welcher Kleidung fühle ich mich wohl? Welche Klamotten mag ich auch zum Arbeiten anziehen? Mit welchen Klamotten drücke ich was nach außen aus? Worin kann ich mich gut bewegen? Und welche Kleidung mag ich an mir?
Ich muss dazu erklären, dass ich schon immer schlank bin, bis vor kurzem neigte ich sogar zum Untergewicht. Das hat nicht wirklich etwas mit meiner Ernährungsweise zu tun, sondern ist genetisch bedingt (ich hab´s von meinem Vater geerbt). Als ich noch ein Kind war wusste man über solche Dinge allerdings noch nicht viel und so wuchs ich unter ständiger Beobachtung auf. Und mit ständiger Kritik. Meine Familie machte sich Sorgen, dass ich krank sei. Ich wurde als Jugendliche mehrfach verdächtigt an Magersucht zu leiden oder an Bulimie, ich jedoch habe mir nichts sehnlicher gewünscht als zuzunehmen, um endlich aus dieser Situation herauszukommen. Und dementsprechend war auch mein Körpergefühl. Ich fühlte mich zu dünn, zu klein, krank aussehend, hässlich. Noch dazu sah ich meinem Bruder ähnlich und bekam dies auch ständig zu hören, so dass ich das Gefühl hatte, wie ein Junge auszusehen - was in der Pubertät echt fies ist. Ich zog oft weite Klamotten an; Schlaghose (natürlich nicht am Oberschenkel anliegend) und Kapuzenpulli war meine "Uniform".

Es ist immer noch schwierig für mich, mich in bestimmter Kleidung zu zeigen. Badeanzüge oder Bikinis z.B. sind für mich genauso ein Graus, wie für viele andere Frauen wohl auch. Ich denke viel zu häufig darüber nach, was andere Menschen über mich denken, wenn dieses oder jenes Kleidungsstück trage - aber ich arbeite daran, und es wird besser! :)



Also, es hat sich viel getan in den letzten Jahren und ich habe das Gefühl, nun endlich auf der richtigen Spur zu sein! Ich habe erkannt, dass ich mich nicht nach "Stylingtipps für meinen Figurtyp"  oder nach einem Farbtyp richten möchte, weil das einfach nicht zu mir und meiner Geschichte passt. Ich muss selber entscheiden, worin ich mich wohlfühle. Ich glaube, dass ich das dann auch ausstrahle und somit eine entsprechende Außenwirkung habe. Sinje von Strich&Faden hat darüber übrigens auch in diesem schönen Beitrag geschrieben. 



Mein Ziel ist nach wie vor, irgendwann einmal nur selbstgenähte/ -gemachte Kleidung zu tragen. Im Moment ist das noch schwer, da ich z.B. auch gerne Stricksachen trage, aber nicht stricken kann. Ich ergänze also meine Garderobe durch Kaufteile, die aber meist vom Kleiderkreisel oder Flohmarkt kommen. Aber ich habe beim MeMadeMay festgestellt, dass ich es immerhin schon schaffe, das mindestens eines der Hauptkleidungsstücke selbstgenäht ist.



Tja, so etwas geistert mir an einem Sonntag Morgen im Kopf herum - weil ich mich nicht entscheiden kann, welche der Ideen, die ebenfalls im Kopf herumschwirren, ich als erste mit meiner Nähmaschine umsetze. Und weil ich wiedermal erkenne: Nähen ist wie zaubern können! ;)


(Die Bilder zeigen übrigens ganz gut, wie ich mich in den letzten Wochen am liebsten gekleidet habe.)