Mittwoch, 3. Februar 2016

Kuschel-Tova...

...Die Tova-Liebe ist ungebrochen, es ist wohl eines meiner meistgenutzten Schnittmuster. 

Vor einiger Zeit habe ich schonmal ein Tova-Kleid in dunklem Karo genäht. Aber da hat leider der Stoff nach und nach den Geist aufgegeben - also musste Ersatz her! 

Das Muster verläuft einigermaßen gerade -
ich stehe nur ein wenig schief. ;)

Diesmal entstand die Tova aus kuscheligem Karo-Flanell, rot mit ganz dunklem grün. Die Ärmel habe ich einfach verlängert, so kann ich sie nach Belieben lang oder hochgekrempelt tragen. Genau das Richtige für Herbst und Winter. Und diesmal habe ich auch die Tasche nicht vergessen. :D


Um das Tova-Kleid ein wenig mehr "auf Figur" zu bringen habe ich - wie immer - ein Band eingesetzt.


Den Ausschnitt habe ich komplett mit Knöpfen versehen, ich könnte  mich nun also ganz hochgeschlossen geben...
 


Ja, sie wird viel und oft getragen - und ich hoffe, sie hält ein wenig länger als ihre Vorgängerin...

Schnittmuster: Wiksten Tova
Änderungen: Knöpfe am Ausschnitt,
Bindeband, Ärmel verlängert
Stoff: Stoffe Hemmers


Und nun gehe ich mal ein wenig beim MeMadeMittwoch stöbern - die Gastgeberin Karin zeigt heute ein Anna-Dress, dass scheint auch eines dieser vielgenutzten Schnittmuster zu sein. ;)

Mittwoch, 20. Januar 2016

Mein nerdiger Pulli...

...Und weiter geht´s mit meinem kleinen Nerd-Geständnis. ;)

Dieser Pulli hat eine ganze Weile von der Idee zur Vollendung gebraucht. Schon vor mehreren Monaten hatte ich die Idee, mir ein Sweatshirt mit Bezug zu Star Wars zu nähen. Aber es hat gedauert, bis ich mich für eine Möglichkeit entschieden hatte - und dann natürlich noch ein Weilchen, bis ich sie wirklich umsetzen konnte.

Ich wollte das Zeichen der Rebellen-Allianz einbringen, habe mich farblich von der Uniform der Piloten inspirieren lassen und als "Tüpfelchen auf dem I" sollte der Schriftzug Rebel Scum auftauchen.

Und hier ist das Ergebnis:






Den orangenen Stoff für die Applikationen, Taschen- und Kapuzenfutter habe ich von einem alten T-Shirt meines Mannes genommen, welches ich überfärbt habe. Und es hat genau die richtige Farbe für diese Aufgaben. Ich war ganz glücklich, als es mir auf der Suche nach dem passenden Stoff in meinem Stoffvorrat in die Hände fiel. Und ich stehe im Moment sowieso sehr auf so ein dunkles Orange. Der graue Sweat ist vom örtlichen Stoffdealer - super weich und kuschelig warm. Da habe ich wirklich einen Glücksgriff gemacht!
Den Schriftzug habe ich per Hand aufgestickt, natürlich in der passenden Farbe.
Der Schnitt ist wiedermal der von mir selbst erstellte Basic-Pulli-Schnitt, nach dem ja nun schon mehrere Stücke entstanden sind.

Ich liebe diesen Pulli, er ist super flauschig von innen, bequem und  bringt meine nerdige Seite so richtig schön zur Geltung. ;) Im Moment würde ich ihn gerne jeden Tag tragen!

So, und nun wandert er auch zum MeMadeMittwoch und zur Nerd´n´Geek-Linkparty.

Dienstag, 19. Januar 2016

Ein ganzer Schwung...

...Kindersachen ist rund um Weihnachten hier entstanden. Ganz besonders war für mich, dass ich aus einem Mini-Rest Sweatshirtstoff eine Hose genäht habe - und zwar in Größe 56! Das ist ja soooo klein! ;) Aber auch diese Größe hat ihre Berechtigung, meine siebte Nichte steht nämlich quasi in den Startlöchern, die Welt zu erobern.



Zu der Mini-Hose entstand ein Mini-Sweatshirt...


...und ein Mini-Fleeceoverall, damit die kleine Nichte auch warm vom Krankenhaus nach Hause gebracht werden kann.


Und ihre große Schwester bekam von mir zu Weihnachten ebenfalls ein Sweatshirt, dann können die Damen im Partnerlook unterwegs sein. ;)


Für zwei andere Nichten, ebenfalls Schwestern, gab es auch Ausrüstung im Partnerlook: Zwei Mützen waren gewünscht:



Die Schnittmuster:
Die Shirts nach JaWePu von Schnabelina,
die Hose nach Frida von Milchmonster,
der Fleeceoverall nach diesem,
die Beanie-Mütze und 


So, und nun geht´s wieder an die Nähmaschine, der Geburtstag der nächsten Nichte wartet nämlich schon. ;)

Verlinkt beim Creadienstag.

Sonntag, 17. Januar 2016

Ein StarWars-Diorama...

...Ich habe es hier auf dem Blog schonmal gezeigt, aber es ist der Bilderkatastrophe zum Opfer gefallen. Also stelle ich jetzt nochmal fix mein Diorama in einer Tasse vor:

Ich bin ja bekennender Nerd, also ich schaue gerne entsprechende Filme, lese gerne entsprechende Bücher und kann mich auch sehr für das Drumherum um die Geschichten begeistern.
Eine dieser Geschichten ist Star Wars, wobei ich die alten Filme (Episode IV-VI) lieber mag. Die haben eine ganz besondere Atmosphäre, finde ich.
Naja, und manchmal kann ich mich nicht einfach damit begnügen, nur die Filme zu gucken, da muss mein innerer Nerd sich auch anders zeigen. Also habe ich mal einem Lego-Ewok ein Diorama in einer Tasse gebastelt, so dass er sich ganz wie Zuhause auf Endor fühlen kann. Und so sieht das dann aus:

 

Die Tasse ist eine alte Kaffeetasse + Untertasse, die sich irgendwann mal in unseren Bestand geschmuggelt hat.

 


In der Tasse habe ich Moos (aus der Deko-Abteilung) mit Heißkleber befestigt und mittendrin dann den Ewok plaziert.


 Die Tasse ist mit Sekundenkleber an die Untertasse geklebt, das hält bis jetzt super. Und das Ganze wird dann mit einem Tellerhaken, der auf die Rückseite der Untertasse geklebt wurde, aufgehängt.

Und so hängt der Ewok nun bei uns im Wohnzimmer und behält uns gut im Auge. ;)

Bei der Nerd´n´Geek-Linkparty von Lottapeppermint finden sich noch weitere DIY-Ideen rund um nerdige oder geekige Themen. Und auch dieses Diorama darf sich nun dazugesellen.

Sonntag, 3. Januar 2016

Ausblick auf 2016 - Gesundheit...

...Man könnte meinen, ich habe ziemlich viel vor in diesem Jahr - aber es sind ja nur Dinge, von denen ich mir viel Wohlbefinden erhoffe. ;)

So auch beim Thema Gesundheit. Zu mir gehören einige chronische Erkrankungen, und diese beeinflussen mal mehr, mal weniger stark und regelmäßig meinen Alltag.

Im letzten Sommer ist zu meiner Zöliakie, weswegen ich auf Gluten verzichten muss, noch eine Fruktose-Unverträglichkeit dazu gekommen. Blöd! Aber nützt ja nix, muss ich halt irgendwie mit umgehen. Durch die erneute Ernährungsumstellung habe ich nur leider mal wieder an Gewicht verloren - andere freuen sich über so etwas, ich mich leider nicht. Außerdem ist es schon schwierig genug, sich glutenfrei unterwegs zu ernähren, aber auch noch fruktosearm macht es quasi unmöglich.
Daraus ergibt sich für mich aber eines der Ziele für dieses neue, frisch angebrochenen Jahr: Ich möchte mehr glutenfreie und fruktosearme Rezepte ausprobieren, um mir so einen Vorrat an Stamm-Rezepten zu erarbeiten. Ich hätte gerne einen Haufen Rezepte (z.B. Brot- und Kuchenrezepte), von denen ich weiß, dass sie gelingen, welche Zutaten ich brauche usw. Mein Traum ist es, einfach in diese Schatzkiste hineingreifen zu können und mir so relativ einfach etwas zu essen zaubern zu können. Im Moment passiert es mir nämlich leider auch zu häufig, dass ich, weil´s schnell und unkompliziert gehen soll, z.B. zu Süßkram greife, statt mir "etwas richtiges" (wie meine Omma jetzt sagen würde) zu machen.
Also müssen erstmal Rezepte ausprobiert werden. Und das braucht Zeit. Aber diese möchte ich mir in den nächsten Monaten nehmen. Ich hoffe, ich kann hier bald berichten. ;)

Ein weiterer Punkt, der mich zu diesem Thema beschäftigt, ist das Trinken. Ich habe manchmal echt Schwierigkeiten, ausreichend viel zu trinken. Vor allem bei der Arbeit vergesse ich es regelrecht. Also möchte ich hier ein wenig mehr Augenmerk drauf legen. Vielleicht hilft es ja, Gewohnheiten zu ändern...

Zu den gewünschten Gewohnheiten gehört für mich auch schon lange Yoga. Ich würde es gerne schaffen, mir eine möglichst regelmäßige Routine zu anzugewöhnen. 
Besonders wichtig ist mir das geworden, da ich in den letzten Monaten echte Probleme bekommen habe, was meine Gelenke angeht. Dazu kommt, dass ich kräftemäßig, aufgrund der schon beschriebenen Ernährungsumstellung, echt abgebaut habe. Ich muss nun also ganz vorsichtig, um meine Gelenke nicht unnötig zu belasten, wieder in Bewegung kommen und nach und nach wieder mehr Muskeln aufbauen, um die Gelenke zu entlasten. Wird gar nicht so einfach. Aber ich hab mich beim Yoga ja schon immer recht gut gefühlt und ich glaube meinen Körper ganz gut einschätzen zu können. Also mache ich mich langsam und vorsichtig ans Werk.

Vielleicht erinnert sich jemand noch an diesen Versuch. Das hat ja für mich ganz gut funktioniert. Also habe ich mir in Anlehnung daran etwas überlegt: In meinem Journal habe ich eine Liste angefertigt, in der ich kurz und knapp für den Monat Januar eintragen kann, wie es mit meinem Vorhaben aussieht. So sieht das aus:


Es geht mir nicht darum, mich zu kontrollieren oder etwas nachweisen zu können, aber ich möchte gerne einen Überblick erhalten, ob und wie ich mein Vorhaben, mehr zu trinken, regelmäßig (täglich?) Yoga zu machen und regelmäßig und ausgewogen zu essen umsetze (für diese drei Dinge stehen die Symbole).

Außerdem habe ich meine Yoga-Inspirationswand erweitert. Ich  möchte je nach Tagesform und -Zeit unterschiedliche Übungen machen und die Wand bietet mir manchmal auch ganz spontan Inspiration, was ich noch machen könnte.



Also, ich hoffe, mein Vorhaben gelingt mir und ich kann mich so pudelwohl fühlen im Jahr 2016. :)

Freitag, 1. Januar 2016

Best of DIY 2015...

...Ha, noch ein Rückblick! :) Dieser aber nicht so emotional. Aber dafür auch schön und voller Freude, denn er widmet sich allem, was ich im vergangenen Jahr selbst hergestellt habe. Dazu aufgerufen hat Frau Kännchen. Also, los geht´s!


Es ist einiges an Kleidung für mich entstanden. Wer sich alles nochmal anschauen möchte klickt auf my handmaue wardrobe. Meine derzeitigen Lieblingsstücke bzw. die Stücke, die am meisten getragen wurden:



Aber ich habe nicht nur für mich Kleidung genäht, sondern auch für die vielen Kinder in meinem Umfeld...


...und nicht nur Kleidung:


Und außerdem habe ich noch Filzhäuser, Kuscheldecken, Taschen, Kissenbezüge... hergestellt.


Es war also ein äußerst produktives Jahr für mich und das kreative Herumwerkeln mit meinen Händen ist auch weiterhin ein wichtiger Ausgleich für mich und ein schöner Weg, mich kreativ auszutoben - und mich und andere zu beschenken. :)

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresabschluß 2015/ Ausblick auf 2016 - ein Versuch...

...So, da ist er nun, der letzte Tag des Jahres 2015. Überall sprießen die Jahresrückblicke - und eigentlich wollte ich keinen schreiben. Und nun mach ich es doch, irgendwie. Ich habe das Gefühl, dieses Jahr braucht einen Abschluss, irgendwie. Jetzt, zu diesem Zeitpunkt, in dem ich diese Worte schreibe, habe ich noch keine Ahnung, was am Ende hier stehen soll. Aber das wird sich schon finden unterwegs. ;)

Also:
Was für ein Jahr! Gleich in den ersten Tagen des Jahres hat mir eine Kollegin erzählt, dass die Astrologie vorhersagt, dass das Jahr 2015 sehr turbulent sein würde. Ich interessiere mich nicht für Astrologie, aber anscheinend hatte da jemand recht.

So spontan erinnere ich mich an kein Jahr, was mich in so vielen Bereichen so durchgeschüttelt und bewegt hat.

Natürlich das über allem stehende Thema der Menschen, die sich vor Krieg und Armut nach Europa flüchten - oder es zumindest versuchen. Dieses Thema berührt mich sehr, immer noch und immer wieder. Und es wird auch sicherlich auch noch eine ganze Weile Thema bleiben, nicht nur für mich. Es stehen so viele Änderungen unserer Lebenswelt an! Aber ich finde, das ist kein Grund zu jammern. Sondern es ist jetzt einfach eine Notwendigkeit, sich mal damit auseinander zu setzen, welchen Teil jeder einzelne beitragen kann und will, um diese großen Veränderungen anzupacken. Wie schaffen wir es, Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund in unsere Gesellschaft zu integrieren? Der Klimawandel ist Fakt (was jetzt auch endlich mal unsere Regierung zugibt). Wie schaffen wir es, ihn soweit zu begrenzen, dass möglichst wenig Menschen darunter leiden müssen? Was kann jeder einzelne dazu beitragen, dass es in anderen Ländern weniger Krieg, weniger Ausbeutung und Armut gibt, so dass Menschen nicht mehr aus ihrer Heimat fliehen müssen?
Tatsächlich ist das gerade MEIN Thema, das, was mir immer wieder im Kopf herumgeht, das, was mich immer wieder bewegt. Und was den Kampfgeist in mir weckt. Denn ich bin überzeugt davon, dass es nur besser werden kann für alle Menschen auf diesem Planeten, wenn wir, die wir das Glück gehabt haben, in relativ friedlichen und relativ  wohlhabenden Ländern geboren worden zu sein, endlich Verantwortung übernehmen - und zwar jede/r einzelne!

Ja, wahrscheinlich setzen sich wieder nur die Menschen damit auseinander, die dies sowieso schon seit Jahren machen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf! Und ich glaube daran, dass der Mensch am besten am Vorbild anderer lernt. Also, nur zu: Seid ein Vorbild!

Für mich persönlich bedeutet das, dass ich noch fester davon überzeugt bin, die konventionelle Kleidungsindustrie nicht mehr unterstützen zu wollen. Und überhaupt habe ich wirklich keine Lust mehr auf das herkömmliche Konsumverhalten! Ja, ich bin auch nur ein Mensch und merke ständig, wie ich in Versuchung geführt werde. Aber ich hoffe, dass ich nun an einem Punkt bin, an dem ich mein Verhalten wirklich nachhaltig ändern kann. Also, für das kommende Jahr habe ich mir besonders vorgenommen, keine Kleidung mehr zu kaufen (ausgenommen sind Unterwäsche, Socken und Strumpfhosen - diese werde ich dann allerdings in Bio-Qualität und fair hergestellt kaufen und nur dann, wenn ich mir wirklich sicher bin, dass ich sie brauche). Schuhe (wenn ich denn Ersatz benötige), werden dann auch entweder bio + fair produziert gekauft oder secondhand. 
Einen schönen Beitrag zu diesem Thema habe ich übrigens auch bei kleinerdrei gefunden - und ich hoffe, dass ich ähnlich positive  Erfahrungen machen kann wie Anika.
Wenn ich wirklich Ersatz (denn eigentlich habe ich alles) für ein Kleidungsstück benötige, dann werde ich es selber nähen. Aber auch hier: Der Stoff soll dann in Bio-Qualität sein. Ich habe noch ganz konkret ein paar Nähprojekte vorbereitet und die entsprechenden Stoffe schon gekauft, diese Projekte werden noch umgesetzt - aber dann soll erstmal Schluss sein! Denn auch was das Nähen meiner eigenen Kleidung angeht fühle ich mich viel zu oft fremdbestimmt. Es kommt ein neues Schnittmuster oder ein neuer Stoff auf den Markt und *schwupps* habe ich das Gefühl, das sofort haben zu müssen. Ja, ich finde Klamotten selber nähen immer noch besser, als welche zu kaufen - aber auch hier möchte ich vom typischen Konsumverhalten weg und hin zu "was genau brauche ich wirklich?".

Natürlich bin ich dabei von den Gedanken an das große Ganze bewegt - aber ich erhoffe mir auch ganz egoistisch einen Vorteil für mich selbst. Nämlich: Wenn ich weniger Geld für Klamotten, Stoffe & Co ausgebe, bleibt mir mehr Geld für die nachhaltigeren Dinge, für Reisen, Konzerte, Bücher - und Tattoos. :D

Mein neuestes Tattoo ist nämlich auch irgendwie diesem großen Gewirr in meinem Kopf entsprungen: Das buddhistische Mantra Om mani padme hum, was (sehr kurz gefasst) das Mantra des Mitgefühls mit allen Lebewesen ist. Also genau mein Thema gerade! 
So sieht es aus:



...und es verträgt sich gut mit dem älteren Tattoo von "Glaube, Liebe, Hoffnung" - und es wird noch erweitert...

Und irgendwie greifen die Themen, die mich in diesem Jahr bewegt haben ineinander, denn auch auf beruflicher Ebene geht es sehr darum, mit welcher Haltung ich den Menschen begegne, in diesem Fall denen mit denen ich arbeite, also vor allem den Kindern unter drei Jahren. Fühle ich mich mit dem Blick wohl, Kinder sind Tyrannen, die so früh wie möglich erzogen werden müssen, damit sie uns Erwachsenen nicht auf der Nase herumtanzen? Oder ist mein Blick der, dass ich Kindern auf Augenhöhe und mit Respekt begegne, sie als voll- und selbstständigen Menschen wahrnehme und ihnen die Zuneigung und das Wohlwollen entgegen bringe, das sie brauchen?

Mein Blick auf meinen Beruf, auf das Bild der Erzieherinnen in der Gesellschaft, meine pädagogische Haltung usw. - hier hat sich so einiges getan. Meine Haltung gegenüber den Kindern und ihren Familien wurde bestätigt, vertieft und mit Fachwissen verstärkt, was ich als sehr positiv und bereichernd empfinde. Ich liebe meinen Beruf! Und ich bin heute mehr als je zuvor überzeugt davon, in meinem Beruf Gutes bewirken zu können. Und ich freue mich sehr darauf, dies auch im nächsten Jahr tun zu können.
Was mich allerdings sehr erschreckt ist die Ignoranz von leider viel zu vielen Erzieherinnen/ Erziehern, die ich persönlich kennen gelernt habe. Sie wollen sich nicht damit auseinander setzen, welche neuen Erkenntnisse es z.B. durch die Hirnforschung über die Entwicklung von Kindern und damit verbunden ihren Bedürfnissen gibt. Und so halten sie weiter an ihrer Pädagogik fest, die auf dem Stand von vor mindestens 20 Jahren ist. Von solchen Kolleginnen werde ich dann gerne als Exot angesehen und belächelt, als jemand der auf seltsame Ideen kommt, jemand der die Kinder verwöhnt - und ich muss immer wieder aufpassen, mich nicht dafür zu rechtfertigen, dass ich so arbeite, wie ich es tue.
Und auch hier hilft nur: Mit gutem Beispiel voranzugehen! Und vielleicht lässt sich die eine oder der andere ja doch anregen, seine Haltung zu überdenken. Und alle, die mich auch in der analogen Welt treffen, werden in Zukunft leider ertragen müssen, dass ich meine "verrückten Ideen" auch noch versuche zu verbreiten. ;)



Weihnachten ist auf mich zu und dann über mich hinweg gerast. Ich denke, ich habe es ganz gut geschafft, die Zeit mit meiner Familie zu genießen - aber auch die Tage rundherum, an denen ich Urlaub hatte und mich einfach treiben lassen konnte. Und auch hier stellten sich die Gespräche, die Erfahrungen, die Gefühle als wichtiger heraus als die Geschenke. ;)

Es gibt sicherlich noch einiges, was ich jetzt hier Revue passieren lassen könnte - aber es ist schon spät, der Text ist schon lang genug, der Kopf ist zu voll - vielleicht schreibe ich noch einen extra Beitrag darüber... vielleicht...


Tja, und wie geht´s hier auf dem Blog weiter? Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich nutze ihn weiter als digitales Tagebuch, notiere hier, was mich bewegt, worauf ich stolz bin oder was ich als teilenswert empfinde. Und ich hoffe, ihr begleitet mich noch ein Stückchen weiter. :)

Also, auf geht´s ins neue Jahr! Mal sehen, was es uns bringt. Gemeinsam werden wir das schon schaffen!

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Mein Festtagskleid...

...Ich habe zwar nicht beim Weihnachtskleid-SewAlong mitgemacht, ein Festtagskleid habe ich mir aber trotzdem genäht.

Bei diesem Kleid kommen zwei Verliebtheit-Momente zusammen: In das neue Buch von Lotta Jansdotter ("Everyday Style") habe ich mich sofort verguckt, ganz besonders in den Tunika-Schnitt Esme. Und als ich kurz nach Erhalt des Buches im örtlichen Stoffladen "Tillabox" auf einen Nani-Iro-Stoff traf, war es erneut um mich geschehen. Ich überlegte noch ein paar Tage, ob ich mich wirklich trauen würde, etwas aus diesem Stoff zu tragen und ob ich mir wirklich zutraue, Double Gauze zu verarbeiten (hatte ich vorher nämlich noch nie). Aber irgendwie hatte ich das Bild einer Esme aus diesem Stoff in meinem Kopf und es ließ mich nicht mehr los.

Und nun ist genau dieses Kleid mein Weihnachtskleid. :)




Ich finde, Schnitt und Stoff passen großartig zusammen! Durch die schimmernden, silbernen Elemente auf dem Stoff wirkt das Kleid sehr festlich - und dabei ist es so bequem!


Der Double Gauze trägt sich wirklich sehr angenehm und dadurch, dass der Stoff zweilagig ist, fühlt er sich irgendwie kuschelig an.


Ja, ich habe mit dem Stoff gegeizt und so ist am Saum des Kleid die Stoffbezeichnung zu lesen. Finde ich aber irgendwie auch ganz nett...


Das Kleid wird wohl mit Longsleeve und Strumpfhose drunter und Strickjacke oben drüber getragen. Auch wenn es im Moment nicht wirklich winterlich kalt ist, so habe ich doch einen hohen "Einkuschelbedarf" zur Zeit.


Und das Weihnachtskleid aus dem letzten Jahr werde ich wohl auch nochmal anziehen - es gibt ja mindestens drei Tage Feierei.



So, mein Kleid wandert nun zum MeMadeMittwoch, mal sehen, ob dort noch andere Festtagskleidung gezeigt wird.